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Hintergrund
Die Vorzüge
des Kolostrums – der „Vormilch“ – sind seit langem bekannt.
Neue
wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass man eine Million Todesfälle
bei Neugeborenen verhindern könnte, wenn alle Mütter ab der ersten
Stunde nach der Geburt mit dem Stillen anfangen würden.
Daten
hierüber sind nur in wenigen Ländern allgemein zugänglich.
Wir
kennen die unterschiedlichsten Gründe, warum Frauen den Beginn des
Stillens hinauszögern.
Gemeindearbeiter
und Gesundheitspersonal spielen eine entscheidende Rolle dabei, dass
Mütter frühzeitig mit dem Stillen beginnen.
Wir
wollen jede Familie mit dieser Botschaft erreichen und zeigen, dass
wir es gemeinsam schaffen können.
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Ziele
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Die
Aufmerksamkeit der Welt darauf zu lenken, dass das Leben von
einer Million Babys mit nur einer einzelnen Handlung, mit einer
Stunde Unterstützung und mit einer einzelnen Botschaft gerettet
werden könnte.
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Darauf
hinzuarbeiten, dass sich vor Ort und global das Stillen ab der
ersten Lebensstunde als ein Schlüsselindikator für Fortschritt
in der Gesundheitsfürsorge in allen Kommunen etabliert.
Das
Millenniums-Entwicklungsziel (Millennium Development Goal) Nr. 4 der
Vereinten Nationen formuliert die Absenkung der Sterblichkeitsrate
der Unterfünfjährigen um zwei Drittel bis zum Jahr 2015. Weltweite
Daten zeigen, dass von 10,9 Millionen Todesfällen bei Unterfünfjährigen
gut vier Millionen während des ersten Lebensmonats sterben. Das
bedeutet, dass vor allem die Zahl der Todesfälle innerhalb des
ersten Monats gesenkt werden muss, um einen signifikanten Rückgang
der Kindersterblichkeitsrate zu erreichen.
Eine
neuere Studie ergab, dass eine Million der vier Millionen
gestorbenen Kinder gerettet werden könnten, wenn alle Frauen in der
ersten Lebensstunde ihres Kindes mit dem Stillen anfingen.
Diese
Studie aus Ghana, bei der 10.974 gestillte Babys aus
Einlingsgeburten untersucht wurden, hat gezeigt, dass der Beginn des
Stillens in der ersten Lebensstunde das Sterberisiko des Kindes
erheblich senkt. Auf der anderen Seite war ein späterer Stillbeginn
mit einem 2,4 Mal höheren Sterberisiko verbunden. Das Füttern mit
prälaktaler Nahrung, d.h. die Gabe von anderer Nahrung als
Muttermilch vor dem Stillbeginn, erhöhte ebenfalls die
Neugeborenenmortalität. Die Studie, die auf der Untersuchung von
Babys basierte, die den ersten Tag überlebten, zeigte eindeutig,
dass 41% aller Babys, die zwischen dem zweiten und dem 28. Tag
sterben, durch diese einfache Maßnahme gerettet werden könnten:
Stillen ab der ersten Lebensstunde. Rechnet man die Todesfälle während
des ersten Lebenstags mit ein, ergibt sich, dass sich die Zahl aller
Todesfälle bei Neugeborenen im Alter von 0-28 Tagen um 22%
reduzieren lässt.
Für
Indien zum Beispiel heißt dies, dass 250.000 Todesfälle bei
Neugeborenen pro Jahr durch diese Maßnahme während des ersten
Tages verhindert werden könnten. Der Beginn des Stillens innerhalb
der ersten Lebensstunde ist daher der erste und wirksamste Schritt
auf dem Wege, die Sterblichkeitsrate bei Säuglingen und Unterfünfjährigen
zu reduzieren.
Wo
stehen die Länder in Bezug auf den Beginn des Stillens in
der ersten Lebensstunde?
Die mediale
Verbreitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Säuglingsernährung
wie zum Beispiel der Beginn des Stillens ab der ersten Lebensstunde
ist nicht optimal. Studien darüber gibt es nur in 38 Ländern.
Wie
können Sie Frauen dabei unterstützen, ab der ersten Lebensstunde
zu stillen?
Es ist
entscheidend, wie viel Unterstützung die Frauen durch das
Gesundheitswesen und die Familie erhalten. Frauen benötigen
minimale, aber essenzielle Unterstützung, wie z.B. Hilfe, direkt
nach der Geburt den Stillprozess in Gang zu setzen, eine
geburtshilfliche Richtlinie (z.B. in der Klinik), nach der Mutter
und Kind nach der Geburt zusammen bleiben, Vermeidung der Gabe prälaktaler
Nahrung und künstlicher Schnuller/Sauger.
Vorteile
für Mütter und Kinder
Rechtzeitiger
Beginn des Stillens kommt Mutter und Kind zugute, denn:
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Kolostrum
versorgt das Baby mit Nahrung (das Kind braucht zu diesem
Zeitpunkt sehr wenig, einige Tropfen genügen) und dadurch auch
mit erster Immunisierung
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dadurch
wird die Milchbildung für die nächste Mahlzeit angeregt
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so
wird der Saugreflex des Babys genutzt (der während der ersten
Stunde am stärksten ist), um das richtige Anlegen zu begünstigen
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damit
können Blutverluste bei der Frau verhindert werden
-
so
wird der Hautkontakt und die Wärme hergestellt, die die Babys
am meisten brauchen, besonders bei Frühchen und Babys mit
geringem Geburtsgewicht
-
das
kommt besonders untergewichtigen Babys zugute, da sie eher
sterben und nach der Geburt mehr Hilfe benötigen, um gut saugen
zu können

Gebt
Kindern eine Chance für ein gesundes Leben
Was
können Sie tun?
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Finden
Sie heraus, ob Ihr Land/Staat/Bundesland/Gemeinde über solche
Daten verfügt.
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Finden
Sie heraus, ob (und wenn, warum) in Ihrer Gemeinde falsche
Praktiken verfolgt werden und wie man sie verändern kann, und
dokumentieren Sie dies.
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Schreiben
Sie an Ihre zuständigen Stellen, damit sie Mittel zur Verfügung
stellen, dass alles medizinisches Personal, Krankenschwestern
und Hebammen geschult werden kann, die Botschaft an die Frauen
und Familien zu vermitteln.
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Weisen
Sie Ihre lokalen Medien auf diese neuen Erkenntnisse hin und
bereiten Sie sie auf die Weltstillwoche 2007 vor.

Auf der
IBFAN-Webseite:
www.ibfan.org gibt es noch mehr Informationen zu diesen Themen. Die o.g.
Tabellen sowie Materialien und Informationen rund um das Thema Kodex
finden Sie auch auf unserer Webseite unter Materialliste. Darüber hinaus gibt es
bei UNICEF oder der WHO Informationsmaterial zum Thema.
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Allgemeine
Koordination:
WABA
Sekretariat
P.O.Box 1200
11600 Penang, Malaysia
www.waba.org.my
Die
World Alliance for Breastfeeding Action (Weltallianz für aktive
Stillförderung, WABA) ist eine globale Initiative für den Schutz, die
Förderung und die Unterstützung des Stillens weltweit. Sie basiert auf
der Innocenti-Deklaration und der von der WHO und UNICEF herausgegebenen
Globalen Strategie zu Säuglings- und Kleinkindernährung. WABA hat
Beraterstatus beim Kinderhilfsfonds der Vereinten Nationen (UNICEF) und
beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC).
WICHTIGER
HINWEIS.
Finanzielle Förderung, Sponsoring: WABA nimmt keinerlei Sponsoring von
Firmen an, die Muttermilchersatzprodukte, damit zusammenhängende
Ausrüstungsgegenstände und Beikostprodukte herstellen. WABA fordert alle
Teilnehmer an der Weltstillwoche auf, diesen ethischen Standpunkt zu
respektieren und sich zu eigen zu machen.
Materialien
von WABA dürfen nicht zusammen mit kommerziellen Zwecken oder mit
Geschäftsinteressen verbunden mit der Produktion oder dem Verkauf von
Muttermilchersatzprodukten, Beikost, Milchpumpen und anderem Zubehör
verwendet werden.
TeilnehmerInnen
der Weltstillwoche, die Material von WABA in Gänze oder teilweise
verwenden, sollten auf die Herkunft hinweisen, indem sie das Logo
von WABA abdrucken. Bitte senden Sie eine Kopie aller Übersetzungen
und Anpassungen von WABA-Material an das Sekretariat von WABA.

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