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Mitglied von IBFAN
(International Baby Food Action Network, Träger des Right
Livelihood Award 1998) SÄUGLINGSGESUNDHEIT GEWINNT
Am 9. Dezember 1998 wurden in Stockholm die Empfänger
des Right Livelihood Award (RLA) 1998, besser bekannt als
"alternativer Nobelpreis", ausgezeichnet:
Der Preis wird seit 1980 vergeben, um Menschen und Gruppen "zu ehren und zu unterstützen, die praktische und exemplarische Antworten auf die dringendsten Herausforderungen geben, denen wir uns heute gegenübersehen". Die Idee zu dieser Auszeichnung stammt von Jakob von Uexkull, einem renommierten schwedisch-deutschen Philatelisten, der seine wertvolle Briefmarkensammlung verkaufte um den Grundstock zu diesem Preis zu legen. Er ist der Auffassung, dass mit dem Preis Alfred Nobels zwar jene geehrt werden, die "der Menschheit den größten Nutzen brachten". Heute jedoch würden bei der Nobelpreisverleihung viel Arbeit und Wissen, die als lebenswichtig für die Zukunft der Menschheit angesehen werden müssen, übersehen. Der Preis für friedensstiftende, gesundheitserhaltende und die Menschen vor den Profit stellende Arbeit wurde in den vergangenen 18 Jahren u. a. folgenden Gruppen und Personen zuerkannt: András Biró und der Ungarischen Stiftung für Selbstvertrauen, Hans-Peter Dürr, Hassan Fathy, Johan Galtung, John Gofman und Alla Yaroshinskaya, Edward Goldsmith, Robert Jungk, Petra Kelly, dem Komitee der Soldatenmütter Rußlands, Felicia Langer, Astrid Lindgren, José Lutzenberger, die Ökologische Entwicklungsgruppe Ladakh, Ken Saro-Wiwa und Michael Succow. Die Jury des Right Livelihood Award, der neben
anderen Jakob von Uexkull, Marianne Andersson, Monika Griefahn und Thor
Heyerdahl angehören, ehrt IBFAN
für seine "engagierte und wirkungsvolle Kampagenenarbeit über nahezu
20 Jahre für die Rechte der Mütter ihre Babys zu stillen, im vollen Bewusstsein
über die gesundheitlichen Vorteile der Muttermilch und frei von
kommerziellem Druck und Desinformation, mit der die Hersteller
Muttermilchersatzprodukte bewerben. Der RLA appelliert an alle Regierungen,
Gesetze zu erlassen, die dem Internationalen Kodex für die Vermarktung von
Muttermilchersatzprodukten der Weltgesundheitsorganisation Rechnung tragen
und fordert die Hersteller auf, die den Kodex weiterhin brechen und biegen,
die Gesundheit und das Leben der Säuglinge vor ihren Profit zu
stellen". UNICEF gratuliert IBFANNew York, 7. Dezember 1998 Carol Bellamy, Leitende UNICEF-Direktorin, sprach dem Internationalen Aktionsnetzwerk Säuglingsnahrung (IBFAN) die Glückwünsche des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen für die Auszeichnung mit dem diesjährigen "Alternativen Nobelpreis" aus. "IBFANs unermüdlicher Einsatz für die Förderung,
den Schutz und die Unterstützung des Stillens sind stets ein wesentlicher
Beitrag zur Säuglings- und Kindergesundheit und deren Überleben
gewesen", sagte Frau Bellamy. "Darüber hinaus zeigt die regelmäßige
Überwachung der Hersteller durch IBFAN, dass viel zu tun bleibt um die
Eltern und das Gesundheitspersonal vor dem kommerziellem Druck zu schützen,
Kinder künstlich zu ernähren." Preisverleihung am 9. Dezember 1998 in StockholmAuszug aus der Rede von Jakob von UexkullWährend seines Festbeitrages unterstrich der Stifter des
Preises, Jakob von Uexkull, den Sinn und die Bedeutung des sogenannten
Alternativen Nobelpreises. Ihm sei wichtig, dass die Öffentlichkeit über
die Vergabe der Preise an einige der großartigsten Persönlichkeiten und
Organisationen in der heutigen Welt daran erinnert wird, dass der Weg vor
uns weder in simplem Optimismus noch in erstarrendem Pessimismus sondern in
erfindungsreicher und unbeirrter Aktion und Erforschung liegt.
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