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Aus unserem letzten Rundbrief:
Unser Plastik-Planet
Wir haben offenbar gar keine Ahnung
mehr, wie sehr wir alle der Kunststoffwelt ausgesetzt sind und uns
davon abhängig gemacht haben. Und welche Gefahren von ihr ausgehen.
Der österreichische Filmemacher
Werner Boote hat sich dieses Themas angenommen und darüber einen
Dokumentarfilm gedreht. Bei den 43. Internationalen Filmtagen im
fränkischen Hof erlebte sein Film mit dem Titel
„Plastic Planet“ Ende
Oktober seine Deutschlandpremiere – und ließ die Zuschauer mit
Entsetzen reagieren.
Dabei sind einfache statistische
Zahlen, wie man sie aus diversen Studien kennen mag, noch das
wenigste. Wussten Sie, dass es mittlerweile sechzig Mal mehr
Plastikmüll in den Ozeanen gibt als Plankton? Und bei weitem ist nicht
aller Plastikmüll in den Ozeanen in erkennbaren Stücken vorhanden.
Durch Gezeiten und Ströme zerschreddert, sind viele dieser Stoffe
nahezu als im Meerwasser „gelöst“ zu betrachten. Das hat erhebliche
Auswirkungen auf alles Leben auf der Erde. Schon vor gut zehn Jahren,
als Boote mit den Recherchen zu seinem Film begann, so berichtet er,
als er in Hof vor dem Kinovorhang steht und sich den Fragen aus dem
Publikum stellt, habe er eine Zeitungsnotiz gelesen, nach der Eisbären
aufgrund Kunststoffrückständen in ihrem Organismus unter hormonellen
Störungen leiden ...
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